Kinetische Objekte

Kinetik bedeutet Bewegung.

 

Begonnen habe ich 2015 mit dem Objekt "Im Ein-Klang". Ich wollte ein Objekt schaffen, das der Bronzeplastik der "Tänzerin" noch mehr Ausdruckskraft verleiht, und zwar durch Bewegung. Herausgekommen ist ein Objekt aus den Materialien Bronze (die "Tänzerin"), Stahl und einem Schlagzeugbecken, das meine Affinität zu Musik ausdrückt.

 

Kraft und Energie auf der einen Seite stehen im Gegensatz zur filigranen und geradezu zerbrechlich wirkenden "Tänzerin". Um dieses Spannungsfeld geht es mir bei diesen Objekten.

Über teilweise vielfältige Möglichkeiten der Justierung können die Objekte in ihrer Bewegungsgeschwindigkeit verändert werden. Die teils schwergewichtigen Energiespeicher wie Pendel oder Ausgleichgewichte sind der Treibstoff für den Bewegungsantrieb, können verändert werden und bilden damit vielfältige Möglichkeiten der Gestaltung.

 

Es gibt ständig Neues zu entdecken.

 

 

"Im Ein-Klang" 

"Im Ein-Klang", kinetisches Objekt, Höhe ca. 210cm

 

 

 

Rückseite: Gegengewichte für die Justierung der Bewegungsgeschwindigkeit (Pendelfrequenz) sowie Gewichte zur Einstellung der lotrechten Lage des Pendels.

 

 

 

 

 

 

Die massive Lagerwalze liegt auf dem Rahmen des Turmes auf. Dadurch kann das Objekt pendeln.

Die Flügelschraube dient zu Befestigung von Gegengewichten, mit denen die Pendelfrequenz justiert wird.

"Walpurgisnacht"

 

 

 

Zwei sich an den Händen haltende Bronzeplastiken in einem ca. 26cm Durchmesser und 18cm tiefem Rohrstück. Hintergrund eine mit Blattgold belegte Stahlscheibe. Das Rohrstück lagert auf zwei Edelstahlspitzen (vorne und hinten), die auf die Stahlprofile des Turms geschweißt sind. Das Pendel liefert die Bewegungsenergie.

 

 

 

 

 

 

 

 

Detailaufnahme der tanzenden Hexen (oder Engel?).

Das Rohrstück lagert auf zwei Edelmetallspitzen. Das Abrutschen wird verhindert durch zwei sehr kleine gebohrte Vertiefungen an der Unterseite, in die die beiden Spitzen greifen. Zwei angeschweißte Rundstahlstücke am oberen Ende des Turms verhindern ein Abrutschen des Pendels, wenn dieses durch Erschütterungen (z.B. beim Umstellen des Objektes) doch einmal von den Lagerspitzen abrutschen sollte

"Griff nach den Sternen"

 

Bronze / Stahl / Blattgold

 

Die Gesamthöhe dieses Objektes beträgt ca. 2m. Die Größe der Bronze-Plastik beträgt ca. 32cm.

 

Die Figur streckt sich nach den insgesamt zehn Sternen. Die Sterne bestehen aus massiven Stahlrollen, auf denen aus Blattgold Sternenmuster aufgebracht sind.

Die Sterne sind mit Flügelschrauben auf insgesamt sieben Strahlen befestigt, und können auf diesen auch verschoben werden.

Auch die Strahlen können um ihren Mittelpunkt verdreht werden. Somit können beliebige Sternenbilder erzeugt werden.

Die Bronze Figur kann um ihre Achse gedreht werden.

Durch das Rohrsegment, auf dem die gesamte Szene stattfindet, ist eine 14mm starke Stange aus Rundstahl geführt. An dieser Stange sind die Nabe für die Strahlen sowie die Gewichte verschiebbar befestigt. Mit den beiden Gewichten, die ihrerseits auf Gewindestangen geschraubt sind, wird die senkrechte Lage austariert. Dies ist erforderlllich, wenn z.B. die Stellung der Strahlen und/oder der Sterne auf den Strahlen verändert wird.

Das Rohrsegment lagert auf zwei Edelstahlspitzen, die auf den beiden Turmpfeilern angeschweißt sind. Die Spitzen greifen in zwei sehr kleine Bohrungen im Rohrsegment, und verhindern ein Abrutschen desselben. Die gesamte obere Szene kann dadurch in eine Pendelbewegung gebracht werden.

Am unteren Ende der Stange (hier nicht sichtbar) befindet sich das Gegengewicht. Dieses ist ebenfalls verschiebbar an der Stange befestigt. Durch diese Verschiebbarkeit kann die Pendelfrequenz eingestellt werden. 

Detailansicht des Objektes:

 

Zu sehen ist hier die Bronze-Plastik, die sich nach den Sternen reckt. 

 

An der Tragestange sind hier die Nabe für die Strahlen zu sehen. Weiterhin ist ein Tariergewicht (auf der Gewindestange) zu sehen. Das andere befindet sich rechts neben dem Bildrand. Durch Verdrehen der Gewichte auf der Gewindestange wird die exakte senkrechte Ausrichtung eingestellt, nachdem z.B. die Strahlen und/oder Sterne neu angeordnet wurden.

 

Das Objekt entfaltet seine volle Wirkung durch den Schattenwurf. Daher ist eine Beleuchtung durch Strahler sehr zu empfehlen.

Auf diesem Bild ist eine der beiden Edelstahlspitze zu erkennen, auf denen das Rohrsegment gelagert ist. 

Der "Griff nach den Sternen"  entsteht.

 

Zwischen Schweißgerät, Schmelzofen, Material und Werkzeugen aller Art nimmt die Installation "Griff nach den Sternen" langsam Gestalt an.

 

Nach längerer Verweildauer der Bronzeplastik in meiner Werkstatt und mehreren unterschiedlichen Realisierungs-Ansätzen ist im Zusammenspiel mit wirkungsvollen Stahlteilen vom Schrottplatz das nun fertiggestellte Objekt geworden. Insgesamt hat es ca. vier Monate gedauert, bis das Ergebnis meinen Vorstellungen entsprochen hat.

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© M.Ensch